Es geht vielerorts nicht schnell genug bei Klimaschutz und Klimaanpassung. Jetzt wird in Erlangen der Aufschlag für eine „Klimaliste“ gemacht. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Studierende und Wissenschaftler haben ihre Absicht bekundet, 2020 bei den Kommunalwahlen mit einer eigenen, themenzentrierten Liste anzutreten.

„Im Wettlauf gegen die Klimakrise sind wir bereit, politische Verantwortung zu übernehmen“, so der Text der Pressemitteilung. „Erklärtes Ziel ist die Durchsetzung einer klimapolitischen Wende vor Ort.“

Weiter heißt es: „Wir brauchen eine deutlich ambitioniertere Klimapolitik, die reinen Bekenntnissen der Dringlichkeit entsprechend wirksame Taten folgen lässt. Eine konsequente Klimapolitik ist aber weiterhin nicht in Sicht. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Laut Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) bleiben uns voraussichtlich noch circa 10 Jahre, um die verheerendsten Folgen der Klimakrise abzuwenden. Dies bedeutet für uns in der Konsequenz, wir müssen alle demokratischen Handlungsoptionen nutzen, um dringend notwendige Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.“

Am 29.5.19 hatte die Stadt den Klimanotstand ausgerufen und so ein wichtiges, öffentliches Zeichen gesetzt. Dass dies auch ausreichend mit Taten untermauert wird, dafür will sich die „Klimaliste“ stark machen.

Die Liste will dabei unabhängig von bereits bestehenden Parteien agieren und explizit generations- und gesellschaftsübergreifend an Lösungen für die Klimakrise und gegen das Artensterben arbeiten.

Infos gibt es unter klimaliste.erlangen@gmail.com

„Klimaliste“ will in den Erlanger Stadtrat