Es ist eine verhängnisvolle Kombination aus menschlichem Versagen und technischen Mängeln dieses Reaktortyps, die während eines Experiments zur Reaktorsicherheit in Tschernobyl zum bis dahin schlimmsten atomaren Super-GAU führt. Und während die Strahlungswolke Europa großflächig mit radioaktivem Niederschlag verseucht, errichten die sowjetischen Behörden eine Sperrzone von 4.300 Quadratkilometern um das Kraftwerk. Ein Gebiet von der doppelten Größe des Saarlandes wird komplett evakuiert.

29 Jahre später, 2015: Eine Gruppe von Geschichtsstudenten aus Erlangen fährt von Kiew aus nach Norden, Richtung Tschernobyl in ein verlorenes Land. Zu sehen sind verlassene Industrieanlagen, zugewachsene Dörfer, und Pripjat, die geisterhafte Reaktorstadt, die einst 50.000 Sowjetbürger stolz ihre Heimat nannten.

Das Pfalzmuseum Forchheim zeigt die fotografischen Ergebnisse dieser ungewöhnlichen Exkursion vom 30. August bis 14. September in Zusammenarbeit mit der Energie- und Klima-Allianz Forchheim und dem Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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