Die Energie- und Klima-Allianz Forchheim kritisiert die bekannt gewordenen Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes mit deutlichen Worten: „Wer sich Hoffnungen macht, dass mit der Gesetzesreform der Berliner Koalition Heizen günstiger werden wird, wird bitter enttäuscht werden. Diese „Wahlfreiheit“ wird sich als Kostenfalle entpuppen.“
Hauseigentümer, die nun alte Öl- und Gasheizungen durch neue Öl- und Gasheizungen ersetzen wollen, weil dies mit dem geplanten GMG dann wieder gestattet ist, werden binnen weniger Jahre deutlich gestiegene Kosten tragen müssen. Die Gründe: steigende CO2-Preise, die fossile Brennstoffe kontinuierlich teurer machen werden, und die „Bio-Treppe“, die ab 1.1.2029 einen „zunehmenden“ Anteil an CO2-neutralen Brennstoffen (Beimischung) vorschreibt, beginnend mit 10 %. Dabei ist derzeit nicht festgelegt, wie der „zunehmende“ Anteil aussehen wird und ab wann der Anteil steigen soll. Es ist völlig unklar, woher die CO2-neutralen Brennstoffe kommen und welchen Preis sie haben werden, weil sie schon jetzt teurer sind als ihre fossilen „Kollegen“. Denn hier – wie anderswo – bestimmt das Angebot den Preis: Die Verfügbarkeit von CO2-neutralen Brennstoffen ist begrenzt und wird es bleiben, denn sie werden dringend außerhalb der millionenfachen privaten Heizungskeller benötigt werden – für industrielle Anwendungen, die anders nicht CO2-neutral werden können.
Die Kosten einer Öl- oder Gasheizung über ihre gesamte Lebensdauer sind somit schlicht nicht kalkulierbar. Fossile Brennstoffe werden nicht mehr billig zu haben sein, ihre grünen Beimischungen erst recht nicht. Die Energie- und Klima-Allianz Forchheim rät daher dringend davon ab, diese vermeintliche „Freiheit“ zu nutzen und eine riskante langfristige Wette auf günstige Heizkosten einzugehen. Heizungen halten heute vielleicht nicht mehr 20-30 Jahre wie früher, aber immer noch lange genug, um die Entscheidung für eine fossile Heizung im Jahr 2026 bitter zu bereuen und teuer zu bezahlen.
